Es ist nicht etwa so, dass eine Idee jeweils vom Team eines Treffs ausgehen muss - immer wieder möchten nämlich Jungs (es sind leider immer nur Jungs ☺) was Neues auf dem Hof des PurplePark bauen. Wir kommen oft gar nicht nach, wenn es darum geht, ihnen die nötige Unterstützung zu bieten. Jedoch hatte ich diesmal, im Rahmen eines Ausbildungspraktikums der „Fachhochschule für Soziale Arbeit, Luzern“, die Möglichkeit, ein grösseres Projekt durchzuführen. Meiner Meinung nach machen solche Projekte nur dann Sinn, wenn sie ein tatsächlich existierendes Bedürfnis aufgreifen. Dieses Verständnis lässt sich ideal mit der Philosophie des PurplePark verbinden. Die Situation war also gerade günstig…
Von Florian Schneider, PurplePark, Gundeli
Gundeli Beteiligung der Zielgruppe
Somit war das geäusserte Bedürfnis der Skater nach neuen „Obstacles“, also nach neuen sportlichen Hindernissen für ihre Räder, Auslöser für unsere Projektidee. Denn die Beteiligung der Zielgruppe am ganzen Prozess stellt die Grundlage dar, wenn ein Projekt dieser Dimension, mit geringen personellen Ressourcen, angepackt werden soll. Was mich bei meiner Vorgehensweise bestätigt hat, ist die Tatsache, dass die Akquirierung des Hauptsponsors, nämlich der Baufirma „Tozzo AG“, nur dank den Jugendlichen zustande kam.
Lernfelder für die Beteiligten
Das Projekt birgt das Potential verschiedener Lernfelder für alle Beteiligten in sich: So kann eben ein Wissenstransfer auf verschiedenen Ebenen zustande kommen: Die Skater können ihre Expertise bezüglich der eigenen Freizeitbeschäftigung austauschen, erweitern und diverse Fertigkeiten - in Sachen Handwerk, Gestaltung, Finanzen, Planung - weitergeben, erlernen oder verbessern. Durch intensive Zusammenarbeit werden sodann tragfähige Beziehungen aufgebaut: Damit können die Skater nicht lediglich den Hof nutzen, sondern vermehrt auch den Innenbereich des Purple Park. Dadurch kommen die Skater mit den anderen Nutzergruppen in Kontakt: Synergien können nun genutzt, Vorurteile abgebaut werden.
Der aktuelle Stand
Das Projekt ist momentan am Ende seiner Umsetzungsphase angekommen. Nach einem intensiven Wochenende (11. bis 13. Juni), an dem täglich sechs bis acht Stunden gearbeitet wurde, stehen nun die Stahlgerüste für die neuen „Obstacles“. Das ganze Wochenende über herrschte eine positive, dynamische Stimmung: Es hat total Spass gemacht. Ab dem 15. Juni wurden die Stahlgerüste mit Holz eingekleidet, danach wurden sie mit Blech überzogen. Kurz vor dem Einweihungsevent, der am 26. Juni über die Bühne geht, wird der Belag neu gestrichen und, falls Zeit und Budget dafür noch reichen, auch die „Obstacles“. Am Einweihungsevent selbst wird ab 14 Uhr ein „Best-Trick Contest“ durchgeführt und ab 18 Uhr wird das Fest durch vier Konzerte auf der „Miniramp“ abgerundet.
Auf Facebook: (Profil: Purple Park Gundeli) und im Internet unter www.purplepark.ch/projekte wird laufend über den aktuellen Stand des Projekts informiert.
