Impulse, Vorstellungen, Entscheide: Die Basler Freizeitaktion schreitet voran

Der Vorstand hat am 10. April dieses Jahres über eine neue Organisationsform sowie eine neue Geschäftsführung für die Basler Freizeitaktion (BFA) entschieden. Diese Entscheide wurden auf der Basis eines Organisationsentwicklungs-Prozesses gefällt, der fast zwei Jahre währte, an dem die gesamte Mitarbeiterschaft und der Vorstand mitgewirkt haben. Zum Ende dieses Prozesses fällte der Vorstand - als Prozesseigner - also die notwendigen Entscheide, welche unsere BFA nun auf neue Schienen bringen werden. Die Mitarbeitenden konnten ihre Impulse und Vorstellungen in den Prozess einbringen, nicht alle davon konnten am Ende berücksichtigt werden: Doch die neue Organisationsstruktur stellt ein Modell dar, das sehr stark auf die Eigenverantwortung und die Kreativität aller Mitarbeitenden baut – und das, so sehe ich es, dem offenen, demokratischen Geist der BFA im Grundsatz (endlich) Rechnung trägt. Am 9. Juni wurden die Entscheide den Mitarbeitenden im Rahmen einer Informationsveranstaltung erläutert. Dies gab Anlass zu Diskussionen und Reflektionen: Eins ist dabei sicher, die BFA der Zukunft wird keine starre, hierarchische Organisation sein, sondern eine lernende, stets offen für die Inputs der Basis, denn dort ist das grösste Wissen bezüglich unserer Arbeit konzentriert!


Von Christian Platz, Vorstandsmitglied

 

Eine offene Struktur, in der Diskussionen stets willkommen sind
Auch künftig wird es im Hause BFA viele angeregte – und hoffentlich auch kontroverse - Diskussionen geben. Und das ist gut so. Der Organisationsentwicklungs-Prozess, an dem wir alle in den letzten zwei Jahren mitarbeiten konnten, hat kein geschlossenes, streng hierarchisches neues Universum konstituiert, sondern eine offene Struktur, die auf einem Dienstleistungsgedanken sowie dem Willen zur stetigen Weiterentwicklung basiert: Nach innen - wie nach aussen. Die Mitarbeitenden der verschiedenen BFA-Abteilungen sind in erster Linie der Dienstleistung an unserer Kundschaft, der Basler Jugend nämlich, verpflichtet. Geschäftsführung und Vorstand sorgen dafür, dass stets Mittel und Strukturen bereitstehen, die es möglich machen, diese Bedürfnisse auch zu erfüllen.


Eine neue, flexible Ausgangslage
Dies stellt eine neue, flexible Ausgangslage dar: Denn die Basler Freizeitaktion muss flexibel sein – und bleiben. Eine starre Organisation könnte auf dem Feld der Jugendszenen und -kulturen nicht wirksam agieren, da dort ein unaufhörlicher „Wind of Change“ weht, den unsere Mitarbeitenden vor Ort stetig unmittelbar spüren, analysieren und für ihre Arbeit nutzbar machen können. Dies zu ermöglichen, zu erleichtern und in die weitere Gesellschaft sowie die Politik hinein zu kommunizieren, ist eines der wichtigen Aufgabengebiete unserer neuen Geschäftsführung sowie des Vorstands. Die Aufgaben des Vorstands werden sich künftig klar auf die strategische und politische Ebene konzentrieren. Allzu oft haben sich BFA-Vorstände in der Vergangenheit ins operative Geschäft eingebracht; vielleicht auch einbringen müssen. Künftig wird das oberste Gremium der BFA dort, wo es notwendig ist, gezielt Arbeitsgruppen bilden, welche die betreffenden Mitarbeitenden, bezüglich definierter Themen bei ihrer Arbeit unterstützen. So ist momentan eine Vorstandsgruppe, unter der Leitung von Joris Müller (zusammen mit Salome Hofer und meiner Wenigkeit), daran, die neue Geschäftsführung bei der Einführung unseres neuen Organisationsmodells zu verstärken.


George Hennig und Albrecht Schönbucher
Die neue Geschäftsführung der BFA besteht aus George Hennig und Albrecht Schönbucher, zwei verdienten Mitarbeitern, die über alle notwendigen Qualifikationen verfügen: Und die – für mich fast noch wichtiger – unsere Organisation und ihr politisches Umfeld aus dem Effeff kennen. Hennig leitet seit vielen Jahren das Sommercasino, das grosse Kulturhaus der BFA, welches sich unter seiner Führung zu einem einmaligen, stolzen, vollwertig partizipativen Angebot entwickelt hat, das mit seinem Kulturangebot eine Arbeit leistet, die sich stets – und immer kritisch reflektierend - nach den Zeichen und Bedürfnissen der Zeit ausrichtet. Schönbucher wirkt - und kämpft - als Leiter der BFA-Jugendtreffs, schon lange erfolgreich und unermüdlich an vielen Fronten für eine zeitgemässe Basler Jugendarbeit, die sich stets intensiv mit den neusten Erkenntnissen auf diesem Feld beschäftigt - und die besten davon in ihre Arbeit einfliessen lässt. Zudem hat er als Präsident des Trägervereins der Freizeithalle Dreirosen ein Projekt massgeblich mit-etabliert, das in seiner Art in der Schweiz einmalig ist. Vor kurzem hat der Vorstand der BFA übrigens erfreulicherweise entschieden, dass die Freizeithalle bald in die Organisation aufgenommen werden kann - ein Ziel, das eigentlich schon bei der Eröffnung der Halle, gesetzt wurde. Die neue Geschäftsführung der BFA soll künftig von einer erweiterten Geschäftsleitung umgeben sein: Momentan wird - unter anderem - in der oben erwähnten Arbeitsgruppe an den Details sowie an den Aufgabegebieten der neuen BFA-Leitung gearbeitet. Klar ist dabei, dass sich die neue Führung am Konstrukt einer Netzwerkorganisation, intern auch „Bubble Modell“ genannt, orientieren muss, wie es im Organisationsentwicklungs-Prozess definiert wurde: Wie dieses Modell genau aussehen soll, werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, einem unserer nächsten Newsletters entnehmen können.


Herzlichen Dank – vor allem an Elsbeth Meier
Ich möchte allen herzlich danken, die sich im Rahmen unseres Organisationsentwicklungs-Prozesses engagiert haben. Ganz ausdrücklich auch jenen, die mit kritischen und kontroversen Voten immer wieder Schwung in die Sache gebracht haben! Meinem besonderen Dank möchte ich aber Elsbeth Meier aussprechen, der stellvertretenden Leiterin unserer BFA-Jugendtreffs. Sie hat die interne Leitung des Prozesses übernommen: Fürwahr keine leichte Aufgabe. Sie hat dies mit bewundernswerter Geduld, unermüdlichem Einsatz und der steten Bereitschaft, Neues zu lernen, getan. Hut ab! Ich persönlich wünsche mir, dass Elsbeth bei der BFA auch künftig eine wichtige Rolle spielen wird, in der sie ihre grossen Talente einsetzen kann!


Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich viel Vergnügen mit unserem aktuellen BFA-Newsletter, der wieder einmal aufzeigt, dass unsere Organisation niemals still steht. Wir sind stets in Bewegung – und dies manchmal ein klein wenig unberechenbar -, so wie unsere geschätzte Kundschaft, die Basler Jugend eben.