Warum es weitergehen muss unter der Dreirosenbrücke!

Was ist nicht alles Schönes gesagt und geschrieben worden über die Freizeithalle Dreirosen? Sie sei das innovativste Projekt der letzten Jahre, einmalig in der Schweiz. Über das Beschäftigungsprogramm für junge Menschen ohne Job berichtete jüngst sogar das Schweizer Fernsehen ausführlich im „10 vor 10“. Mit ca. 70'000 Besuche-rInnen, dazu kommen noch 15'000 im BFA Jugendtreff nebenan, wird der Rekord von 2008 erneut gebrochen!

Albrecht Schönbucher, Präsident Trägerverein Freizeithalle Dreirosen, Mitglied Geschäftslei-tung BFA


Finanzierung vorläufig gesichert
Und doch hat es nun gute drei Jahre gedauert, bis an der Medienkonferenz vom 20. Novem-ber die vorläufige Sicherung der Finanzierung vermeldet werden konnte. Drei Jahre, in de-nen der dreiköpfige Vorstand des Trägervereins – Alain Baumann, Christian Platz und ich selbst; alle drei kommen also von der BFA-Seite - trotz allem Engagement nach schlaflosen Nächten mehr als einmal die Schliessung der Halle als drohendes Szenario vor Augen hatte! Mehrere Gründe führten nun zu einem Happy End: Ein tolles Konzept, gemeinsam von der CMS und der BFA entwickelt und vom Team gut umgesetzt. Die externe Auswertung 2008 belegte, dass die anspruchsvollen Ziele von mehr Bewegung, sozialer Integration und von Begegnungen zwischen allen Altersgruppen und Schichten erreicht wurden. Ein im Aufwind befindliches Kleinbasel, mit vielen engagierten Menschen, Vereinen und Institutionen -  ein Quartier, das die Freizeitoase unter der Dreirosenbrücke vom ersten Moment an- und ein-nahm. Und sich dafür einsetzte!

Motiviertes Team, kämpferischer Vorstand

Ein hoch motiviertes Team und ein kleiner, engagierter Trägerverein, die sich stets kämpfe-risch zeigten sind zwei der wichtigsten Faktoren, die das Überleben des Angebots nun si-chern. Dazu kommen folgende wichtige Tatsachen:

  • Die Mitgründerin Christoph Merian Stiftung, die entgegen ihrer ursprünglichen Absichten dankenswerterweise nun doch längerfristig den Betrieb unterstützen wird (CHF 100'000.- jährlich).
  • Der Kanton Basel Stadt, der auch ohne einen speziellen gesetzlichen Auftrag für Freizeit-hallen erkannte, dass die Einrichtung eine gesicherte Finanzierung braucht und sozialpoli-tisch in diesem beengten Quartier eminent wichtig geworden ist (CHF. 225'000.- jährlich)!

Niemand wird ausgeschlossen
Immerhin klingeln ab 1. Januar von fünf Franken, welche das Freizeitangebot an Kosten ver-ursacht, vier im Kässchen. Die fehlenden 20 Prozent erfordern, dass künftig verschiedene Nutzungen kostenpflichtig werden; dies lässt sich leider nicht vermeiden. Die Betreiber sind jedoch bemüht, auch künftig niemanden von diesem tollen Freizeitangebot auszuschliessen. So werden weitere Sponsoren gesucht, Ermässigungen gewährt und bei Härtefällen gerne kreative Lösungen gesucht. Die BFA steht schon heute hinter dem Trägerverein, sie betreibt den beliebten Jugendtreff unter dem gleichen Dach und sie wird, wenn sie denn will - und die Finanzierung dann „amtlich“ ist -, ab 2011 die beliebte Halle unter ihren Fittichen führen können.