Elternabend zum Thema „Online-Communities“
„Muss ich da unbedingt meine E-Mail-Adresse angeben?“ Die versammelten Eltern zeigen sich skeptisch - zu Beginn dieses außergewöhnlichen Mittwochabends. Trotzdem waren sie reichlich erschienen, nachdem Julia Gerodetti und das Team Basel-West (also die Jugendtreffs Neubad und Bachgraben sowie die Aufsuchende Jugendarbeit im Quartier) der Basler Freizeitaktion zum Workshop in eine – jedenfalls für die „analogen Generationen“ - fremde Welt geladen hatten. Um 19 Uhr versammelten sich an die 60 Familienoberhäupter beider Geschlechter in einem Hörsaal des Basler Biozentrums; zum Thema „Interaktive Gemeinschaften im Internet“, genannt „Online-Communities.“
Von Nicolas Bachmann, Jugendtreff Bachgraben
Jene immense Vielfalt von Internetportalen…
Zur Einleitung verschaffte Julia Gerodetti den aufmerksamen Zuhörern einen groben Überblick bezüglich der immensen Vielfalt von Internetportalen und Onlinetreffpunkten, die da in der virtuellen Welt zu finden sind. Als die Blicke der KursbetreuerInnen zu diesem Zeitpunkt kurz durch den Raum schweiften, zeigten sich ihnen da und dort amüsierte, wenn auch leicht überforderte Reaktionen der Besucherinnen und Besucher.
„Facebook“-Profile für Mami und Papi
Im zweiten Teil des dreistündigen Kurses ging es dann darum, dass sich die Eltern selbständig Profile auf der populären Plattform „Facebook“ einrichten, die von Teenagern ja tüchtig frequentiert wird. Es entstand ein Bild mit Seltenheitswert: Denn für einmal brauchte es die Erfahrung der jüngeren Jahrgänge, um den tapsigen, etwas ratlosen Älteren eine Sensibilität für diese virtuelle Welt zu vermitteln. Zur Seite standen den TeilnehmerInnen während der praktischen Phase die Teammitglieder der Jugendtreffpunkte Neubad und Bachgraben, sowie der offenen Jugendarbeit im Quartier (OJIQ), welche sich für diesen Anlass noch einmal speziell in spezifischen Internetfragen fit gemacht hatten.
Aus digitalen Fluten aufgetaucht
Unterschiedliche Stimmungen resultierten aus dieser Übung. Das Spektrum der Emotionen reichte von hilflosen bis hin zu strahlenden Gesichtern wegen der neu entdeckten Möglichkeiten. Nach dem die Eltern wieder aus den digitalen Fluten aufgetaucht waren, begegneten sie sich nochmals im Empfangssaal, um über ihre Erlebnisse zu resümieren, zu diskutieren und sie mit den anderen Anwesenden zu Teilen. Der mächtige Applaus nach dem Abschlussvortrag von Julia Gerodetti zeigte auf, wie groß das Bedürfnis der Eltern nach Orientierung im Internet ist - und wie intensiv unsere Inputs angenommen wurden: Denn zumeist sehen sich die Eltern alleine mit den Problemen der digitalen Welt – und deren Einflüsse auf ihre Kinder - konfrontiert.
