Von Ines Hugle & Silvan Piccolo
im BFA-Jugendtreff PurplePark
Unserem speziellen Event vom 13. November kann eine ausserordentliche Nachhaltigkeit attestiert werden: Eine Projektgruppe der „FMS Oberwil“ hat ein Benefizkonzert organisiert. Das Ziel: Sämtliche Einnahmen sollen einem Schulbauprojekt in Ghana zukommen. Bei der Durchführung war ein grosser Teil der Klasse involviert. In diesem Setting konnte vieles gelernt werden, ausserhalb des Schulzimmers - miteinander, aneinander und voneinander. Und das Projekt wird eben dazu beitragen, dass die Kinder in Ghana ein Schulzimmer erhalten.
Dass bei uns regelmässig Konzerte statt finden, ist kein Geheimnis. Es handelt sich stets um erfreuliche Anlässe, die von Jugendlichen für Jugendliche veranstaltet werden. Für die Anbieterseite stellen sie ein Lernfeld dar, in das ganz verschiedene Fähigkeiten einfliessen, die sich ergänzen, befruchten und weiter entwickelt werden. Insofern sind diese spass-orientierten Veranstaltungen gar nicht so vergänglich, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.
Projektdokumentation:
Between The Beats
Von Jakob Ramp & Alain Schnetz, OK Projektgruppe
Ziel unserer Projektarbeit war es, ein Konzert zu veranstalten. Alle Einnahmen aus der Veranstaltung würden, zugunsten eines Schulbauprojekts, an die Tesano Schule in Ghana fliessen. Auftreten sollten, wenn möglich, bekannte, lokale Bands, die bereit sind – für einen guten Zweck - auf eine Gage zu verzichten. Eine weitere Bedingung ist, dass unser Konzert in einem Jugi oder Lokal stattfindet, wo wir keine oder nur geringe Mietgebühren zahlen müssen. Das erste Jugi, das wir in dieser Sache kontaktierten, war der PurplePark im Gundeli. Da Philipp und Alain von unserem OK die Betreiber des Jugendzentrums bereits kannten, konnte man schnell ein gemeinsames Treffen vereinbaren, um ein persönliches Gespräch zu führen und einige Fragen zu klären.
Die Offenheit der Jugi-Betreiber
Das Team des PurpleParks war sogleich vom Projekt begeistert. So konnten wir uns bereits am gleichen Nachmittag mit ihnen auf ein Datum (13. November 2010) einigen, an dem das Benefizkonzert stattfinden sollte. Mietkosten wurden keine erhoben. Durch die Offenheit der Jugibetreiber konnte all dies an nur einem Nachmittag geklärt werden. Wir einigten uns darauf, vier Bands zu engagieren, die jeweils ein Set von 45min. spielen sollten. Also schrieben wir verschiedene, uns bekannte Bands an, ob sie Lust hätten, an unserem Benefizkonzert aufzutreten. Zugesagt haben uns InBalkon, The Dons und Whyzz. Weil damit aber erst drei Bands engagiert waren, wir jedoch mit vier gerechnet haben, hat die Band Amorph, in der auch Alain und Philipp mitwirken, sich bereit erklärt, als Nummer vier aufzutreten.
Grosszügiges Getränke-Sponsoring
Parallel zu den Bands suchten wir noch einen Sponsor, der uns Getränke gratis zur Verfügung stellen würde. Jakob hat deshalb mit der Firma Feldschlösschen Kontakt aufgenommen. Der zuständige Verteiler wirkte sehr interessiert und hilfsbereit. Daraufhin schickten wir ihm eine Mail, die alle Details zur Benefizveranstaltung enthielt. Der Verteiler bot uns ein grosszügiges Getränke-Sponsoring an, dessen Erlös vollumfänglich in das Projekt fliessen konnte.
Gute Werbestrategie
Für den Erfolg eines Konzerts, ist eine gute Werbestrategie unumgänglich. Da wir nun alle Bands hatten, Zeit und Ort abgemacht waren, konnte Pugan für uns einen Flyer entwerfen. Wir liessen 1000 Stück bei einer kleiner Basler Firma drucken, stellten den Flyer überdies in digitaler Form ins Internet (u.a. Facebook) und verschickten ihn per Email. Die 1000 gedruckten Flyer haben wir am letzten Nachmittag vor dem Konzert in der Stadt und an die teilnehmenden Bands verteilt. Am letzten Nachmittag vor dem Konzert haben wir die Klasse in Teams aufgeteilt, die dann in verschiedenen Bereichen tätig waren. Zwei Gruppen à jeweils drei Personen waren für die Bar zuständig, drei Gruppen à zwei Personen für die Kasse. Zusätzlich planten wir noch drei Springer ein, welche überall dort halfen, wo gerade Hilfe benötigt wurde.
Ein immenser Erfolg
Am Samstagnachmittag um 16 Uhr haben wir uns mit den Bands im PurplePark getroffen. Zusammen mit dem PurplePark-Team haben wir Bühne, Instrumente und Soundanlage aufgestellt sowie alle Kühlschränke aufgefüllt. Um 19.30 Uhr trafen dann alle Leute aus unserer Klasse ein, die am Abend mithelfen wollten. Es gab ein kurzes Coaching von Ines: Sie erklärte, worauf wir achten mussten, an wen wir uns wenden können, falls Probleme auftauchen. Die Türöffnung war auf 20 Uhr angesetzt. Um 20.30 Uhr waren bereits etwa 100 Gäste vor Ort. Im Verlauf des Abends füllte sich der Konzertsaal schnell, eine hervorragende Stimmung kam auf. Es ereigneten sich keine problematischen Zwischenfälle, der Abend war insgesamt sehr zufriedenstellend. Fazit: Unser selbst gestecktes Ziel haben wir sogar noch übertroffen. Der gesamte Anlass war ein immenser Erfolg. Wir konnten 300 BesucherInnen verzeichnen und einen grandiosen Reingewinn von 2'200 Franken verbuchen, den wir zugunsten der Tesano Schule in Ghana erwirtschafteten.



