Ein positiver Aufbruchsgeist hat unsere Organisation erfasst

Von Christian Platz, Vorstandsmitglied BFA

Bei der Basler Freizeitaktion (BFA) stehen nun alle Zeichen auf Zukunft. Die neue Geschäftsführung erarbeitet die konzeptionellen Leitplanken für eine moderne, selbstbewusste Organisation, in – und unter - deren Abteilungen ein Klima von Vertrauen, Offenheit und Unternehmergeist herrscht. Ein Gruppe, bestehend aus drei Vorstandsmitgliedern, begleitet die Geschäftsführung am Anfang ihres Wegs – auch bei diesen Gespräche herrschte eine produktive Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens und der Kreativität. Eine grosse Herausforderung wird nun darin bestehen, unseren Geldgebern und Sponsoren noch deutlicher zu kommunizieren, dass die BFA direkt am Puls der Basler Jugend arbeitet, dass wir eine Arbeit leisten, die nicht nur unverzichtbar ist und deshalb gleichzeitig Geld kostet, sondern zudem hohe Kosten – monetäre und soziale – sparen hilft, die ansonsten in der Zukunft anfallen würden. Zukunft, ist das Schlagwort, welches unsere Organisation im Moment bestimmt: Ein positiver Aufbruchsgeist hat die BFA erfasst, Sie werden es auch bei der Lektüre dieses Newsletter spüren.

Die BFA ist eine lernende Organisation
Momentan sehen wir es auch als unsere Herausforderung, deutlich zu kommunizieren, was die BFA in der Vergangenheit geleistet hat – und, vor allem, aktuell leistet. Dabei möchte ich gleich eine Beobachtung vorwegnehmen, die mich beim Studium der Geschichte und der Gegenwart unserer gemeinnützigen Organisation immer wieder in Erstaunen versetzt hat: Die Basler Freizeitaktion ist ein lernendes Gebilde im besten Sinne, das sich den Bedürfnissen der Basler Jugend und ihrer vielfältigen Kulturformen immer wieder angepasst hat, auf umsichtige, sensible und höchst verantwortungsbewusste Art und Weise. Dies wird künftig nicht nur so weiter gehen – wir werden vielmehr noch einen tüchtigen Zacken zulegen, indem wir unsere Dienstleistungen stetig optimieren und derart flexibel gestalten werden, dass sie den schnellen Veränderungen auf dem Sektor Jugendkultur genauso schnell Rechung tragen können. Möglich wird dies, indem wir die Erfahrungen unserer Mitarbeitenden - sowie neue Konzepte, welche sich aus diesen Erfahrungen ergeben -, unkompliziert und umgehend in die täglichen Arbeitsprozesse einfliessen lassen. Unsere neuen Geschäftsführer, George Hennig und Albrecht Schönbucher – zu denen sich, als erweiterte Geschäftsleitung Elsbeth Meier und Alain Baumann gesellen – sind in der Lage und Willens, dies möglich zu machen.

Noch selbstbewusster zusammenarbeiten

Die einzelnen Angebote der BFA sind nun als inhaltlich und organisatorisch weitgehend eigenständige „Bubbles“ organisiert. Im Rahmen dieser Organisationsform bricht die Kommunikation zwischen ihnen keineswegs ab, vielmehr versetzt es sie in die Lage, noch flüssiger und selbstbewusster miteinander zu wirken – und voneinander zu lernen. Es ist ein Geist der gegenseitigen Befruchtung und Dienstleistung, der das Haus BFA nun spürbar bestimmt. Wir haben unsere Mitarbeitenden nachdrücklich dazu ermächtigt, eigenverantwortlich und unternehmerisch zu handeln. Die Geschäftsführung und die Geschäftsleitung coachen sie dabei auf einer starken Vertrauensbasis, auch sie agieren in der Organisation als Dienstleister, Brückenbauer und konzeptionelle Inspirationsquelle. Bei ihrer Arbeit mit jungen Menschen baut die BFA, wo immer möglich, auf grosse Eigenverantwortung und sensibles Coaching, genauso wird es nun auch intern zugehen. Die Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem rigorosen Organisations-Entwicklungsprozesses, den wir in den letzten beiden Jahren gemeinsam durchlaufen haben, weisen uns dabei den Weg.

Identitäten stärken

Momentan findet nun ein weiterer Prozess statt, einer, der die einzelnen Abteilungen der Organisation in ihren Identitäten stärkt und konzeptionell stützt. Dies kann etwa an den Entwicklungen unserer Jugendtreffs abgelesen werden, wie etwa dem PurplePark im Gundeli, der es schafft Jugendszenen zusammenzubringen, die sonst eigentlich wenig miteinander am Hut haben, dem Badhuesli St. Johann, das ein zeitgemässes Jugendhaus par excellence darstellt, dem Mädchentreff Mädona, der nun endlich in ein neues Domizil umziehen kann, unseren Aktivitäten im Kopf der Dreirosenbrücke, die institutionell endlich enger zusammenwachsen und so weiter… Wo auch immer man bei der BFA hinschaut, entdeckt man zur Zeit diesen inspirierten, zupackenden Aufbruchsgeist, die Bereitschaft noch näher an unsere Jugendliche Kundschaft zu rücken, an ihre Bedürfnisse, Kulturformen, Sorgen und Nöte. Die Basler Freizeitaktion ist schon lange eine laute Stimme, eine Anwältin der Jugend am Rheinknie – dies wird sie nicht nur bleiben, sie wird ihre Tätigkeiten vielmehr noch intensivieren. Trotz einer fortwährenden Knappheit an Personal und Mitteln, doch auch diesbezüglich wird die neue Geschäftsführung energisch voranschreiten – mit tatkräftiger und strategischer Unterstützung von Vorstandsmitgliedern.

Die Beiträge in diesem Newsletter
Es freut mich sehr, dass gleich beide Geschäftsführer der BFA für diesen Newsletter in die Tasten gehauen haben. Albrecht Schönbucher zeigt in einer beeindruckenden „tour d’horizon“ die grossen Leistungen der Organisation auf – aber auch die Probleme, die uns momentan beschäftigen. Seine Ausführungen belegt und unterstreicht er mit bedenkenswerten „facts and figures“. George Hennig plädiert, anlässlich des dringend notwendigen gewordenen Domizilwechsels des Mädchentreffs Mädona, für eine starke, eine professionelle baselstädtische Mädchenarbeit, die auch entsprechende Ressourcen braucht. Im weiteren erfahren wir einiges über ein neues Jugendfest, welches vom Badhuesli St. Johann erstmals mit breiter Unterstützung und grossem Erfolg durchgeführt werden konnte. Die Informationen über die Jubiläen unserer Mitarbeitenden sind diesmal etwas umfangreicher ausgefallen als sonst, dies, weil Alain Baumann, unser Buchhaltungschef und Experte für die Geschichte der BFA, seit ganzen 35 Jahren im Dienste der Organisation steht: Auch ich möchte mich bei ihm für seine hervorragende Arbeit bedanken und ihm von Herzen gratulieren.

Sie werden von uns hören
Die Grundsteine für eine produktive Zukunft der Basler Freizeitaktion sind also gelegt. Der Geist des Vertrauens zwischen Vorstand und Geschäftsführung/Geschäftsleitung, widerspiegelt nun das Vertrauen zwischen Geschäftsführung/Geschäftsleitung und den Mitarbeitenden - sowie jenes zwischen unseren jungen Kundinnen und Kunden und den BFA-Angeboten, in vorher nie dagewesener Art und Weise. – Ich bin mir sicher, dass auch meine Vorstandskollegin Salome Hofer und mein Vorstandskollege Joris Müller (Leitung), sie bilden, mit mir zusammen, die Begleitgruppe, welche mit der neuen Geschäftsführung eng zusammenarbeitet, diese Eindruck bestätigen. Die nächste grosse Herausforderung wird es eben sein, die Erkenntnisse und Anliegen unserer Organisation verstärkt öffentlich und politisch einzubringen. In diesem Sinne werden Sie von uns hören! Die BFA steht nun dort, wo wir es uns gewünscht haben, in diesem Zusammenhang möchte ich, zum Schluss, die grosse texanische Power Metal Band „Pantera“ zitieren: „(We’ve reached) a new level/of confidence and power! Yes power!!“